Studien

Sie finden hier diverse medizinische Studien, die öffentlich zugänglich sind, mit einer deutschen Übersetzung der Zusammenfassung. Es wird darauf hingewiesen dass diese Auswahl weder vollständig ist noch den Anspruch erhebt, ausgewogen zu sein. Wenn Ihnen Studien bekannt sind die hier aufgeführt werden sollten, freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Bitte nehmen Sie diese Studien nicht als Anlass, bei einer Erkrankung eine ärztliche Therapie zu unterbrechen oder abzuändern ohne dies mit dem behandelnden Therapeuten zu diskutieren.

Die in dem Artikel „Wasserstoff als medizinischer Gas in der Zeitschrift AKOM erwähnten Studien finden Sie auf einer neuen Seite.


Die bis jetzt umfassendste Bewertung der medizinischen Wasserstoff-Forschung

Die folgende 45-seitige Übersichtsstudie erschien Januar 2016 im International Journal of Clinical Medicine und stellt die bis jetzt umfassendste Untersuchung über den Stand des Wissens über die medizinische Anwendung von Wasserstoff dar. Dr. Garth L. Nicolson ist ein weltweit anerkannter Biochemiker und wurde für die Entwicklung seines Modells der Wirkungsweise der Zell-Membranen für den Nobelpreis nominiert.

Da diese Studie eine hohe Aussagekraft hat, haben wir für Sie nicht nur die Zusammenfassung, sondern auch das Kapitel „Zukunftsaussichten und Schlussfolgerungen“ bestmöglich übersetzt.

Die Wirkungen von Wasserstoffanwendungen in der Medizin – von tierischen und menschlichen Krankheiten zur medizinischen Bewegung

Garth L. Nicolson, Gonzalo Ferreira de Mattos, Robert Settineri, Carlos Costa, Rita Ellithorpe, Steven Rosenblatt, James La Valle, Antonio Jimenez, Shigeo Ohta

Zusammenfassung

In diesem Artikel untersuchen und überprüfen wir die Literatur über die Wirkungen von molekularem Wasserstoff (H2) auf gesunde und erkrankte Menschen mit verschiedenen Diagnosen, wie Stoffwechsel-, rheumatischen, kardiovaskulären, neurodegenerativen und anderen Krankheiten, aber auch mit Infektionen und physikalischen und Strahlungsschäden, sowie seine Wirkungen auf Altern und sportliche Betätigung.

Die Studien, die die Wirkungen von H2 in Tiermodellen menschlicher Krankheiten untersucht haben, werden hier nicht weiter berücksichtigt.

H2 kann als Gas eingeatmet oder in Salzlösung durch Implantate oder Infusionen verabreicht werden, es kann lokal angewendet werden oder im Ganzkörperbad, oder mit Hilfe von H2-angereichertem Trinkwasser getrunken werden. Diese letztere Methode ist die einfachste und kostengünstigste Art der Verabreichung. Es gibt keine Sicherheitsprobleme mit Wasserstoff; er wird seit Jahren in Gasgemischen für das Tieftauchen und in zahlreichen klinischen Studien ohne Nebenwirkungen angewendet, und es gibt keine Hinweise in der Literatur, die eine Toxizität oder Nebenwirkungen bei langjähriger Anwendung befürchten lassen.

Molekularer Wasserstoff hat sich als wirkungsvolles und einfach anzuwendendes neuartiges Antioxidationsmittel erwiesen und gezeigt, dass er auch bei Zellschäden, die durch oxidativen Stress und daraus resultierende Gen-Schädigungen entstehen, wirksam ist.

Zukunftsaussichten und Schlussfolgerungen

Unsere Untersuchungen haben dokumentiert, dass die medizinische Verwendung von Wasserstoff nicht nur für die Behandlung sowohl von akute als auch von chronischen Erkrankungen sehr vielversprechend ist, sondern dass er auch präventiv dazu beiträgt, die Gesundheit zu erhalten. Was in Japan und im Fernen Osten begann, wurde hier und auch anderswo weiter erforscht, so dass nun die notwendige Anzahl an wissenschaftlichen und klinischen Studien erreicht ist, die die Verwendung von Wasserstoff als hauptsächlichen oder ergänzenden Bestandteil einer klinischen Behandlung rechtfertigt. Mit einzigartigen und wirksamen antioxidativen Eigenschaften, mit Gen-regulierenden Funktionen und einer schnellen Diffusionsgeschwindigkeit durch das Gewebe und durch Zellbarrieren sowie mit einer ausgezeichneten Sicherheitsbilanz hat Wasserstoff viele einmalige Fähigkeiten, die ihn für den klinischen Einsatz und die Gesundheitsvorsorge wertvoll machen. Seine systemischen Qualitäten und seine hervorragende Durchdringungsfähigkeit lassen Wasserstoff auch bei schlechtem Blutfluss und anderen beeinträchtigenden Situationen wirksam sein, wo andere Methoden der systemischen Behandlung versagen.

Es gibt immer mehr Gründe, Wasserstoff im medizinischen Bereich einzusetzen:

  1. Redox-Ungleichgewichte und die übermäßige Produktion von ROS und RNS (= zunehmender oxidativer Stress) ist Teil von vielen, wenn nicht allen, pathologischen Mechanismen, die zu medizinischer Behandlungsbedürftigkeit und zu Krankheiten führen. Wasserstoff ist hier nützlich, weil er ein wirksamer Radikalenfänger ist und signifikant die starken zellulären Oxidantien reduziert, ohne aber die Signalübertragung zu stören, die von sanften zellulären Oxidantien abhängig ist.
  2. Wasserstoff vermindert die Beschwerden und Symptome und verbessert die Lebensqualität bei einer großen Anzahl an Erkrankungen. Seine Wirkung ist vor allem indirekt, wie die Verminderung von oxidativem Stress, und bezieht sich auf viele scheinbar sehr verschiedene Krankheitsbilder, die aber alle mit einem Redoxungleichgewicht verbunden sind. Oft gibt es für die Behandlung dieser Krankheitsbilder keine anerkannten Verfahren. Hier kann Wasserstoff zusammen mit anderen weniger wirksamen Therapien angewendet werden, um deren Wirksamkeit zu steigern.
  3. Die vielleicht nützlichste Eigenschaft des Wasserstoffs ist, dass er nicht in die Wirkungsweise der meisten klinischen Behandlungen eingreift. Er ist deshalb vor allem geeignet als adjuvante Therapie für Standardbehandlungen vieler Krankheitsbilder.
  4. Ein wichtiger Faktor ist seine Sicherheit und dass bis jetzt keine negativen Nebenwirkungen bekannt sind. Dies ist besonders relevant, weil viele Arzneimittel aufgrund ihrer Giftigkeit, ihren Nebenwirkungen oder ihres ungünstigem Dosierungs-Wirkungsverhältnisses in der Anwendung beschränkt sind. Bei Wasserstoff gibt es diese Probleme nicht.
  5. Bemerkenswert ist auch die Einfachheit der Anwendung. Hier hat die Gabe von wasserstoffangereichertem Wasser einen Vorteil gegenüber anderen Verfahren der Applikation von Wasserstoff. mit Wasserstoff angereichertes Trinkwasser kann ohne besondere Anforderungen an den Nutzer verabreicht werden.

Grundlagenforschung und klinische Studien über die Verwendung von Wasserstoff bei akuten und chronischen Erkrankungen werden unser Wissen über die Wirkungsweise der Wasserstofftherapie weiter verbessern:

  1. Wasserstoff kann durch die Regulierung der Biosynthese Veränderungen im Verhalten und der Menge von Proteinen unterstützen. Bedeutsam ist insbesondere, dass Wasserstoff die Verhaltensweisen von entzündungs-, allergie-, Zelltod- und oxidationsfördernden Proteinen hemmen oder verändern kann. An vielen chronischen oder akuten Erkrankungen sind die meisten, wenn nicht alle dieser Proteine beteiligt. Wie Wasserstoff die Biosynthese bestimmter Proteine verändert, ist eine wichtige Frage, die in vielen verschiedenen Laboren erforscht wird.
  2. Untersucht werden müssen auch die zellulären Rezeptoren für Wasserstoff und die Mechanismen, wie Wasserstoff auf der Ebene der Zellmembranen, Enzyme, der Proteinsynthese und der Genregulation wirkt. Über die molekularen Wechselwirkungen zwischen Wasserstoff und Zellen und Gewebe ist noch sehr wenig bekannt. Dies muss zuerst in einfacheren in-Vitro-Versuchen untersucht werden, um später die komplexeren in-Vivo-Vorgänge zu verstehen.
  3. Wasserstoff durchdringt Gewebe und Zellen sehr schnell. Es muss untersucht werden, wie sich die tatsächliche Wasserstoffkonzentration in der Mikrozirkulation und im Zielgewebe entwickelt, vor allem bei Langzeitanwendungen. Wir wissen noch nicht, welche Mengen an Wasserstoff notwendig sind um eine wirksame Konzentration des Wasserstoffs in den verschiedenen Geweben und Zellen sicher zu stellen.
  4. Die klinische Verwendung des Wasserstoffs muss weiter untersucht werden. Die meisten Forschungen fanden bis jetzt mit Tierexperimenten statt. Dies hat sich als nützlich erwiesen, es ist aber jetzt an der Zeit den Fokus der Forschung auf die Anwendung bei Patienten mit akuten und chronischen Krankheitsbildern zu richten.
  5. Es gibt Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden, Wasserstoff zu verabreichen, die evaluiert werden müssen. So hat auf der einen Seite das Einatmen von Wasserstoffgas den Vorteil, dass es einfach zu verabreichen ist, es hat aber auch Nachteile, wie z.B. die Wiederholbarkeit der gleichen Dosierung von Wasserstoff bei verschiedenen Patienten aufgrund der Schwankungen, wie viel Wasserstoff die Mikrozirkulation und die Gewebe dann effektiv erreicht. Diese Methode erfordert Hochdruckbehälter und Druckregler, die die erforderliche Menge an Wasserstoff liefern, wenn der Patient eine Maske oder einen Naseneinsatz verwendet. Auf der anderen Seite ist mit Wasserstoff angereichertes Wasser leicht und ohne spezielle Vorrichtungen anzuwenden. Bei allen Anwendungen besteht aber das Problem zu ermitteln, welche Konzentrationen von Wasserstoff das Zielgewebe erreichen. Dies wird ein wichtiges Forschungsthema bleiben.
  6. Viele weitere kontrollierte randomisierte klinische Studien werden das Wissen über die Vorteile von Wasserstoff bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen verbessern. Bis jetzt erfüllen nur wenige klinische Studien die Anforderungen einer klinischen Evaluation. Viele Studien hatten ein Open-Label-Design, wie dies bei ersten klinischen Studien üblich ist. Es wird in der Zukunft notwendig sein, noch mehr sorgfältig geplante (und teurere) placebo-kontrollierte, verblendete und randomisierte Studien durchzuführen um den klinischen Nutzen von Wasserstoff zu bestätigen. Weiterhin wird die Anwendung von Wasserstoff bei akuten und chronischen Krankheitsbildern schnell durch seinen Nutzen für die gesundheitliche Prävention, für den Sport, für die körperliche Leistungsfähigkeit und auch für die Erhaltung der Jugendlichkeit überschattet werden. Diese Bereiche werden wachsen und die klinische Anwendung von Wasserstoff in unserer Gesellschaft marginalisieren.
2016-Clinical-Effects-of-Hydrogen-Administration-From-Animal-and-Human-Dieseses-to-Exercise-Medicine

Übersicht und Perspektive der biomedizinischen Wirkungen von Wasserstoff

Xiao Zhai, Xiao Zhen, Shigeo Ohta, Xuejun Sun · 2014 · Medical Gas Research

Wasserstoff, das einfachste Gas in der Natur, wurde vor kurzem als therapeutisch wirksames Antioxidans klassifiziert, das selektiv zytotoxische Sauerstoffradikale reduziert.

Obwohl Hunderte von Studien über die heilende Wirkung von Wasserstoff veröffentlicht und verteidigt wurden, bleibt der Wirkungsmechanismus unklar. Mit einer tiefergehenden Analyse stellen wir hier einige vielversprechende Forschungsrichtungen vor.

Als erstes wurde die physiologische Funktion des Wasserstoffs anerkannt, in niedriger Dosierung freie Radikale zu neutralisieren; für ein umfassendes Verständnis sind jedoch auch die physiologischen Wirkungen einer übermäßigen Dosis von Wasserstoff zu untersuchen.

Zweitens wurden die therapeutischen Wirkungen und Mechanismen anerkannt, die durch antioxidative, entzündungshemmende und die Apoptosis (Zelltod) hervorrufende Wirkungen entstehen; auch hier gibt es Einschränkungen und den Bedarf der Aktualisierung.

Drittens könnten sich weitere Studien auf die möglichen Netzwerke konzentrieren, durch welche Stoffe Wasserstoff aufgenommen und weitergeleitet wird; dies eröffnet neue Gesichtspunkte.

Abschließend könnte diese Bewertung eine Referenz und Orientierung für Studierende sein.

2014-Review-and-prospect-of-the-biomedical-effects-of-hydrogen

Wasserstoff: Von einem biologisch unbedeutenden Gas zu einem einzigartigen Antioxidans

Shulin Liu, Xuejun Sun, Hengyi Tao · Second Military Medical University, China

Wasserstoffgas (H2), ein farb-, geschmack- und geruchloses, nicht reizendes und leicht entzündlich zweiatomigen Gas wurde medizinisch eingesetzt um die Dekompressionskrankheit bei Tiefseetauchern zu verhindern. H2 galt lange Zeit als „biologisch inertes Gas“, das unter normalem Druck nicht mit biologischen Molekülen reagieren würde. 2007 zeigten Ohsawa et. al, dass das Einatmen von H2 durch Blutmangel hervorgerufene Hirnschädigungen unterdrückt, und die antioxidativen Eigenschaften von H2 fanden große Beachtung. Bald darauf wurde erkannt dass H2 bei vielen Erkrankungen  wirksam ist, u.a. bei Herz- und Leber-Ischämie (Blutmangel), Entzündungen bei Dünndarm-Transplantation, Blutmangel bei Neugeborenen, Abstoßungsreaktionen bei Lungen-Transplantationen (Fukuda et al., 2007; Buchholz et al., 2008; Cai et al., 2008; Hayashida et al., 2008; Kawamura et al., 2011;).

Andere Methoden der H2-Verabreichung wie das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser, intravenöse oder Bauchfell-Injektionen von Wasserstoff-Salzlösungen zeigten Wirksamkeit bei vielen Störungen die mit oxidativem Stress in Zusammenhang stehen, wie Gehirnschädigungen durch Durchblutungsstörungen, Diabetes mellitus Typ 2, Nierenschäden durch Krebs-Medikamente (Cisplatin), Parkinson-Krankheit und Arteriosklerose durch Störung des Fettstoffwechsels (Cai et al., 2009; Chen et al., 2009; Mao et al., 2009; Sun et al., 2009; Zheng et al., 2009; Oharazawa et al., 2010).

Bis heute hat sich H2 in verschiedenen Krankheitsmodellen als wirksam erwiesen. In Anbetracht der einzigartigen antioxidativen Eigenschaften des Wasserstoffs wollen wir die medizinischen Forschungen dieses neuartigen Antioxidans überprüfen. Das Ziel dieses Kapitels ist es, Forschungsergebnisse und Mechanismen in Bezug auf das therapeutische Potenzial von H2 zusammenzufassen.

Therapeutische Wirkungsfelder des Wasserstoffs in verschiedenen Krankheitsmodellen

Therapeutische Wirkungsfelder des Wasserstoffs in verschiedenen Krankheitsmodellen

2013-Hydrogen-from-a-biologically-inert-gas-to-a-unique-antioxidant

Die Entwicklung von molekularem Wasserstoff: eine Therapie mit bemerkenswertem Potential und klinischer Signifikanz

Brandon J Dixon, Jiping Tang, John H Zhang · 2013 · Medical Gas Research

Studien zur Wirkung von molekularem Wasserstoff haben sich nach bescheidenen Anfängen enorm entwickelt und im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Wasserstoff ist einzigartig, da er die Fähigkeit besitzt auf zellulärer Ebene zu wirken. Wasserstoff kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden, in Mitochondrien eindringen und sogar unter bestimmten Bedingungen in den Zellkern vordringen.

Frühere Studien haben gezeigt dass Wasserstoff in diesen Umgebungen antioxidative, anti-apoptotische, entzündungshemmende und zellschützende Wirkungen zeigt, die für die Zelle nützlich sind. Wasserstoff wird am häufigsten als Gas, gelöst in Wasser oder Kochsalzlösung angewendet, kann aber auch in einer Vielzahl von anderen Medien verabreicht werden.

Es gibt auch nur wenige Nebenwirkungen an denen Wasserstoff beteiligt ist, wodurch Wasserstoff eine perfektes medizinische Gas ist für die Entwicklung von neuen therapeutischen Strategien gegen Herz-Kreislauf-, zerebrovaskuläre, Krebs, Stoffwechsel- und Atemwegserkrankungen und -beschwerden.

Obwohl es den Anschein hat das Wasserstoff keinen Schaden anrichten kann, gibt es noch offene Fragen und Unsicherheiten, die in weiteren Studien untersucht werden müssen. Dieser Übersichtsartikel soll vertiefend die Forschungen und Experimente analysieren die darauf hindeuten, dass molekularer Wasserstoff eine neuartige therapeutische Behandlungsmethode darstellt die in der Medizin dringend benötigt wird.

Wasserstofftherapie reduziert Hydorxyl-Radikale und verstärkt endogene Antioxidantien bei oxidativem Stress.

Wasserstofftherapie reduziert Hydorxyl-Radikale und verstärkt endogene Antioxidantien bei oxidativem Stress.

2010-The-evolution-of-molecular-hydrogen-a-noteworthy-potential-therapy-with-clinical-significance

Pilotstudie: Die Wirkungen des Trinkens wasserstoffangereichertem Wasser auf die Muskelermüdung durch aktives Training von Profisportlern

Kosuke Aoki, Atsunori Nakao, Takako Adachi, Yasushi Matsui, Shumpei Miyakawa · 2012 · Medical Gas Research

Hintergrund: Muskelanspannungen bei kurzen und intensiven Trainingseinheiten verursachen oxidativen Stress. Sie spielen eine Rolle bei der Entwicklung von chronischen Überlastungsreaktionen wie erhöhter Müdigkeit und führen zu Mikroverletzungen der Muskeln und Entzündungen. Da die Wirkung von molekularem Wasserstoff als Antioxidans bekannt wurde, untersuchten wir die Wirkung von wasserstoffangereichertem Wasser auf oxidativen Stress und Muskelermüdung nach intensivem Training.

Methoden: Zehn männliche Fußballspieler im Alter von 20,9 ± 1,3 Jahre alt nahmen an dem Training und der Blutentnahme teil. Jeder Teilnehmer wurde zweimal nach der Crossover-Doppelblind-Methode untersucht; jeder Teilnehmer erhielt im wöchentlichen Wechsel entweder wasserstoffangereichertes Wasser (HW) oder Placebo Wasser (PW) zu trinken. Die Probanden trainierten 30 Minuten an einem Fahrradergometer mit 75% maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2), anschließend wurde die maximale Kraft und Muskelaktivität bei 100 Wiederholungen von isokenetischen Kniestreckungen gemessen. Durch Blutabnahme wurden Marker für Oxidativen Stress und Kreatinkinase im peripheren Blut gemessen.

Ergebnisse: Bei Teilnehmern, die Placebo-Wasser tranken, führte das intensive Training zu einem Anstieg der Laktatspiegel im Blut, während das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser eine Erhöhung des Laktatspiegels im Blut verhinderte. Die maximale Kraft bei der isokenetischen Kniestreckung lies bei den Teilnehmern, die PW tranken, sehr deutlich nach, was auf eine Ermüdung der Muskeln hindeutet, bei Teilnehmern die HW tranken blieb die maximale Kraft zu Beginn erhalten. Bei ihnen zeigten sich nach dem Training auch keine signifikanten Veränderungen in den Markern für Oxidativen Stress, für Verletzungen und der Kreatinkinase im Blut.

Fazit: Ausreichendes Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser vor dem Training verhindert den Anstieg des Laktatspiegels im Blut und verbessert den Rückgang der Muskelfunktion beim Training. Auch wenn weitere Studien notwendig sind um den die Wirkungsweise und die weiteren Vorteile zu untersuchen, deuten diese ersten Ergebnisse darauf hin dass wasserstoffangereichertes Wasser ein geeignetes Getränk für Sportler ist.

2013-Effects-of-drinking-hydrogen-rich-water-on-muscle-fatigue-caused-by-acute-exercise-in-elita-athlets

Wie das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser auf die Lebensqualität von Patienten mit Leberkrebs wirkt die mit Strahlentherapie behandelt werden

Ki-Mung Kang, Young-Nam Kang, Ihil-Bong Choi, Yeunhwa Gu, Tomohiro Kawamura, Yoshiya Toyoda, Atsunori Nakao · 2011 · Medical Gas Research

Hintergrund: Strahlentherapie-Behandlung von Krebspatienten führt bei diesen oft zu Müdigkeit und Beeinträchtigungen der Lebensqualität.

Viele Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind vermutlich auf erhöhten oxidativen Stress und Entzündungen zurückzuführen, die durch die vermehrte Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies während der Strahlentherapie entstehen. Wasserstoff kann als ein therapeutisches medizinisches Gas verabreicht werden, er hat antioxidative Eigenschaften und reduziert die Entzündung in Geweben. Diese Studie untersuchte ob Wasserstoffbehandlung durch das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser die Lebensqualität bei Strahlentherapie-Patienten erhöhen kann.

Methode: Eine randomisierte, Placebo-kontrollierten Studie wurde durchgeführt, um die Auswirkungen des Trinkens von wasserstoffangereichertem Wasser auf 49 Patienten zu untersuchen, die sich einer Strahlentherapie bei bösartigen Lebertumoren unterzogen. Wasserstoffangereichertes Wasser wurde mit Hilfe eines metallischen Magnesiumstabs hergestellt, der in Trinkwasser gegeben wurde (Erreichte Wasserstoffkonzentration: 0,55 bis 0,65 mMol). Die koreanische Version des QLQ-C30 Fragebogens der Europäischen Organisation für Forschung und Behandlung von Krebs (EORTC) wurde verwendet, um den globalen Gesundheitsstatus und die Lebensqualität der Patienten zu bewerten. Die Konzentration der Derivate von reaktiven oxidativen Metaboliten und die Stärke der biologischen Antioxidantien im peripheren Blut wurden beurteilt.

Ergebnisse: Das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser für 6 Wochen reduzierte die reaktiven Sauerstoff-Metaboliten im Blut und erhielt das Oxidationspotential des Blutes. Während der Strahlentherapie war die Lebensqualität der Patienten, die wasserstoffangereichertes Wasser tranken, signifikant verbessert im Vergleich zu Patienten, die Placebo-behandeltes Wasser erhielten. Es gab keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen in der Reaktion der Tumore auf die Strahlentherapie.

Schlussfolgerungen: Der tägliche Verzehr von wasserstoffangereichertem Wasser ist eine potentiell neue, therapeutische Strategie zur Verbesserung der Lebensqualität nach Strahlenexposition. Das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser reduziert die biologische Reaktion auf den durch die Bestrahlung hervorgerufenen oxidativen Stress, ohne die Anti-Tumor-Wirkung zu beeinträchtigen.

2011-Effects-of-drinking-hydrogen-rich-water-on-the-quality-of-life-of-patients-treated-with-radiotherapy-for-liver-tumors

Experimentelle Überprüfung der Schutzwirkung von wasserstoffangereichertem Wasser bei einer durch ein Krebsmittel hervorgerufene Nierenschädigung bei Ratten mit einem dynamischen Kontrastmittel-Computertomografie

A. Kitamura, S. Kobayashi, T. Matsushita, H. Fujinawa, K. Murase · 2010 · British Journal of Radiology

Zusammenfassung: Unser Ziel war es, die Schutzwirkung von wasserstoffangereichertem Wasser bei einer Nierenschädigung, die durch die Gabe eines Krebsmittels (Cisplatin) bei Ratten hervorgerufen wurde, mit Hilfe einer dynamischen Kontrastmittel-Computer-Tomografie (DCE-CT) zu beurteilen.

Die DCE-CT-Untersuchungen wurden in 30 Ratten (8 Wochen alt) an den Tagen 0, 2, 4 und 7 unter Verwendung eines Multidetektor-Computertomografen durchgeführt. Die Ratten wurden in drei Gruppen unterteilt:

  • eine Kontrollgruppe (6 Ratten) mit freiem Zugang zu Leitungswasser und ohne Behandlung,
  • eine Placebo-Gruppe (12 Ratten) mit freiem Zugang zu Leitungswasser, denen am ersten Tag 3,6 mg pro kg Körpergewicht Cisplatin intraperitoneal (in die Bauchhöhle) injiziert wurde und
  • einer Test-Gruppe (12 Ratten), die ab 7 Tage vor dem Studienbeginn freien Zugang zu wasserstoffangereichertem Wasser hatten und denen ebenfalls am ersten Tag 3,6 mg pro kg Körpergewicht Cisplatin intraperitoneal (in die Bauchhöhle) injiziert wurde.

Die Kontrastwerte pro Einheit Nierenvolumen (K1) wurde aus den DCE-CT-Daten unter Verwendung des Patlak Modell geschätzt. Die Kontrastwerte der gesamten Niere (K) wurden durch die Multiplikation von K1 mit dem Nierenvolumen erhalten. Der Kreatinin-Wert im Serum wurde am siebten Tag ermittelt.

Die normierten K1 und K-Werte der Test-Gruppe am Tag 0 waren signifikant höher als die der Placebo-Gruppe an den Tagen 2, 4 und 7. Es wurden keine signifikanten Unterschiede in den normierten K-Werten zwischen der Test- und der Kontroll-Gruppe an den Tagen 2 und 7 festgestellt. Der Kreatinin-Spiegel im Serum in der Test-Gruppe war signifikant niedriger als in der Placebo-Gruppe und unterschied sich nicht wesentlich von dem der Kontroll-Gruppe.

Diese Studie zeigte, dass wasserstoffangereichertes Wasser bei Ratten eine durch die Injektion von Medikamenten hervorgerufene Nierenschädigung verhindert.

2010-Experimental-verification-of-protective-effect-of-hydrogen-rich-water-against-cispatin-induced-nephrotoxicity-in-rats-using-dynamic-contrast-enhanced-CT

Die Wirkung von wasserstoffangereichertem Wasser auf den Antioxidantien-Status von Patienten mit potentiell metabolischem Syndrom (Diabetes)

Atsunori Nakao, Yoshiya Toyoda, Prachi Sharma, Malkanthi Evans, Najla Guthrie · 2010 · Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition

Zusammenfassung : Das metabolische Syndrom ist charakterisiert durch kardiometabolische Risikofaktoren, zu denen Fettleibigkeit, Insulinresistenz, Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte zählen. Es ist bekannt dass oxidativer Stress eine wichtige Rolle in der Entstehung des metabolischen Syndroms spielt. Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit von wasserstoffangereichertem Wasser (1,5 bis 2 l / Tag) in einer 8-wöchigen Studie an 20 Probanden mit potentiellem metabolischem Syndrom zu untersuchen.

Wasserstoffangereichertes Wasser wurde hergestellt, indem ein metallischer Magnesiumstab in Trinkwasser platziert wurde (Erreichte Wasserstoffkonzentration: 0,55 bis 0,65 mMol) mit der folgenden chemischen Reaktion: Mg + 2 H2O -> Mg(OH)2 + H2.

Das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser über 8 Wochen führte zu einer 39%igen Anstieg (p <0,05) des antioxidativen Enzyms Superoxid-Dismutase (SOD) und einer 43%igen Abnahme (p <0,05) von Thiobarbitur-Säure-reaktiven-Substanzen (TBARS) im Urin. Weiterhin zeigte sich bei den Probanden eine 8%ige Erhöhung des High Density Lipoprotein (HDL)-Cholesterin und eine 13%ige Verringerung des Verhältnisses von Gesamt-Cholesterins zu HDL-Cholesterin vom Ausgangswert zur 4. Woche. Es gab während der 8-wöchigen Studie keine Veränderung der Blutzuckerspiegel.

Es ist festzustellen, dass das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser eine neue vorbeugende und therapeutische Strategie zur Behandlung des metabolischen Syndroms darstellt. Der tragbare Magnesiumstab war eine sichere, einfache und wirksame Methode um den Teilnehmern der Studie wasserstoffangereichertes Wasser für den täglichen Konsum zu liefern.

2010-Effectiveness-of-hydrogen-rich-water-on-antioxidant-status-of-subjects-with-potential-metabolic-syndrome

Die Supplementation von wasserstoffangereichertem Wasser verbessert Fett- und Zuckerstoffwechsel bei Patienten mit Typ-2-Diabetes oder gestörter Glukosetoleranz

Sizuo Kajiyama, Goji Hasegawa, Mai Asano, Hiroko Hosoda, Michiaki Fukui, Naoto Nakamura, Jo Kitawaki, Saeko IMai, Mitsuhiro Ohta, Tetsuo Adachi, Hiroshi Obayashi, Toshikazu Yoshikawa · 2007 · Nutrition Research

Zusammenfassung: Es ist allgemein anerkannt dass Oxidativer Stress bei der Entstehung von verschiedenen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose eine wichtige Rolle spielt. Es ist gut bekannt, dass Wasserstoff eine reduzierende Wirkung aufweist.

Wir untersuchten daher die Auswirkungen von Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel bei Patienten mit entweder Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) oder gestörter Glukosetoleranz (IGT). Wir führten eine randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Crossover-Studie durch bei 30 Patienten mit T2DM, die eine Diät und Bewegungstherapie durchführten, und 6 Patienten mit IGT. Die Patienten tranken pro Tag entweder 900 ml wasserstoffangereichertes reines Wasser oder 900 ml Placebo reines Wasser für 8 Wochen, mit einer 12-wöchigen Ausschleichzeit. Zu Beginn und nach 8 Wochen wurden mehrere Biomarker für oxidativen Stress, Insulinresistenz und Glukosestoffwechsel untersucht sowie ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt.

Die Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser führte zu einer signifikanten Senkung des Low-Density-Lipoprotein-(LDL)-Cholesterins um 15,5% (P < .01), mit einer besonders signifikanten Abnahme des sd-LDLs (kleines, dichtes LDL) um 5,7% (P < .05) und der Isoprostane im Urin um 6,6% (P < .05). Das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser führte tendenziell auch zu einer niedrigeren Konzentration von oxidiertem LDL und freie Fettsäuren im Serum und zu einem erhöhten Plasmaspiegel von Adiponektin und extrazellulärer Superoxid-Dismutase. Bei 4 von 6 Patienten mit IGT führte das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser zu einer Normalisierung des oralen Glukosetoleranztests.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Trinken von wasserstoffangereichertem Wasser eine positive Rolle bei der Prävention von Typ-2-Diabetes mellitus und Insulinresistenz spielen kann.

2008-Supplementation-of-hydrogen-rich-water-improves-lipid-and-glucose-metabolism-in-patients-with-type-2-diabetes-or-impaired-glucose-tolerance

Wasserstoffangereichertes reines Wasser verhindert Bildung von Superoxid-Radikalen in Hirnschnitten von Mäusen die kein Vitamin C bilden können

Yasunori Sato, Shizuo Kajiyama, Akiko Amano, Yoshitaka Kondo, Toru Sasaki, Setsuko Handa, Ryoya Takahashi, Michiaki Fukui, Goji Hasegawa, Naoto Nakamura, Hikohito Fujinawa, Toyotaka Mori, Mitsuhiro Ohta, Naoki Maryama, Akihito Ishigami · 2008 · Biochemical and Biophysical Research Communications

Wasserstoff ist ein etabliertes Antioxidans, das akuten oxidativen Stress verhindert. Um herauszufinden, warum Wasserstoff im Gehirn wirkt, gaben wir wasserstoffangereichtes Wasser gentechnisch veränderten Mäusen zu trinken, die kein Seneszenz Markerprotein-30 (SMP30), keine Glukonolaktonase (GNL) und kein Vitamin C synthetisieren können.

Diese Mäuse wurden in drei Gruppen eingeteilt, die jeweils über 33 Tage entweder wasserstoffangereichertes reines Wasser (H2-Gruppe), mit Vitamin C angereichertes Wasser (VC-Gruppe) oder reines Wasser zu trinken (H2O-Gruppe) erhielten.

Der Vitamin-C-Level in den Mäusen der H2– und H2O-Gruppe betrug weniger als 6% der Mäuse in der VC-Gruppe.

Die Hirnschnitte der Mäuse wurden auf die Bildung von Superoxid-Radikalen bei einer Hypoxie(=Sauerstoffarmut)- und anschließenden Sauerstoffbehandlung mit einem Echtzeit-Bilderzeugungssystem untersucht, das die Bedingungen in einem lebenden Organismus abbildet. Dabei wurde Lucigenin als Chemilumineszenz-Indikator für Superoxid-Radikale verwendet. In der H2-Gruppe wurden signifikante 27,2% weniger Superoxid-Radikale gebildet als in der H2O-Gruppe, nachdem sie den Ischämie-Reperfusionsschaden (Schaden durch die wiederhergestellte Durchblutung nach einer Mangeldurchblutung) erlitten hatten.

So kann festgestellt werden, dass wasserstoffangereichertes reines Wasser in den Gehirnschnitten als Antioxidans wirkt und der Bildung von Superoxid-Radikalen vorbeugt.

2008-Hydrogen-rich-pure-water-prevents-superoxide-formation-in-brain-slices-of-vitamin-C-depleted-SMP30-GNL-knockout-mice

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